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2 days ago
NABU Merzig e.V.

Stellungnahme des NABU zum neu geplanten Bauhof

Die Stadt Merzig braucht einen neuen Bauhof.
Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 14.10.2021 beschlossen, diesen in Hilbringen neben der CEB anzusiedeln.

Die dafür vorgesehene Fläche ist Bestandteil des gesetzlich festgesetzten Überschwemmungsgebietes der Saar - siehe Luftbildausschnitt.
Bei einem 100-jährigen Hochwasser steht die Fläche bis zu 1 m tief unter Wasser.
Bei einem extremen Hochwasser sind es sogar bis zu 2 m.
Das Luftbild zeigt die Situation bei einem 100-jährigen Hochwasser - es stammt aus dem Geoportal des Saarlandes, in dem diese Informationen für jeden frei zugänglich abrufbar sind. ( geoportal.saarland.de/mapbender/frames/index.php?lang=de&gui_id=Geoportal-SL-2020&WMC=3013 )

Um an dieser Stelle den Bauhof zu bauen, muss das Gelände vorher hochwassersicher gemacht werden, d. h. entsprechend hoch aufgeschüttet werden.
Dabei geht auf der rund 1,55 ha großen Fläche ein Hochwasser-Stauraum-Volumen in der Größenordnung von ca. 20.000 bis 25.000 Kubikmeter verloren. Der Fachbegriff dafür heißt Retentionsraum.

Der NABU Merzig e. V. fordert die Stadt Merzig auf, vor weiteren konkreten Planungschritten hierzu ein Konzept zu erstellen, wo und in welcher Form sie diesen Verlust an Retentionsraum für die Saar komplett ausgleichen kann.
Der Retentionsraum-Ausgleich muss zwingend vor dem Beginn der Arbeiten zum Bauhof fertig gestellt sein.
Sollte dies nicht möglich sein, muss die Stadt auf diesen Standort für den Bauhof verzichten!

Falls es gelingt, ausreichend große Flächen dafür in der Merziger Saaraue zu finden, sollten diese so hergerichtert werden, dass damit zugleich neue Lebensräume für Flora und Fauna der Flussauen geschaffen werden.
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Stellungnahme des NABU zum neu geplanten Bauhof
 
Die Stadt Merzig braucht einen neuen Bauhof.
Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 14.10.2021 beschlossen, diesen in Hilbringen neben der CEB anzusiedeln.
 
Die dafür vorgesehene Fläche ist Bestandteil des gesetzlich festgesetzten Überschwemmungsgebietes der Saar - siehe Luftbildausschnitt.
Bei einem 100-jährigen Hochwasser steht die Fläche bis zu 1 m tief unter Wasser.
Bei einem extremen Hochwasser sind es sogar bis zu 2 m.
Das Luftbild zeigt die Situation bei einem 100-jährigen Hochwasser - es stammt aus dem Geoportal des Saarlandes, in dem diese Informationen für jeden frei zugänglich abrufbar sind. ( https://geoportal.saarland.de/mapbender/frames/index.php?lang=de&gui_id=Geoportal-SL-2020&WMC=3013 )
 
Um an dieser Stelle den Bauhof zu bauen, muss das Gelände vorher hochwassersicher gemacht werden, d. h. entsprechend hoch aufgeschüttet werden.
Dabei geht auf der rund 1,55 ha großen Fläche ein Hochwasser-Stauraum-Volumen in der Größenordnung von ca. 20.000 bis 25.000 Kubikmeter verloren. Der Fachbegriff dafür heißt Retentionsraum.
 
Der NABU Merzig e. V. fordert die Stadt Merzig auf, vor weiteren konkreten Planungschritten hierzu ein Konzept zu erstellen, wo und in welcher Form sie diesen Verlust an Retentionsraum für die Saar komplett ausgleichen kann.
Der Retentionsraum-Ausgleich muss zwingend vor dem Beginn der Arbeiten zum Bauhof fertig gestellt sein.
Sollte dies nicht möglich sein, muss die Stadt auf diesen Standort für den Bauhof verzichten!
 
Falls es gelingt, ausreichend große Flächen dafür in der Merziger Saaraue zu finden, sollten diese so hergerichtert werden, dass damit zugleich neue Lebensräume für Flora und Fauna der Flussauen geschaffen werden.

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Ergänzende Klarstellung: Entgegen der Behauptung des Kommentators Klaus Borger befürwortet der NABU Merzig die Ansiedlung des Bauhofs in der Saaraue nicht. Wir nehmen lediglich zur Kenntnis, dass der Rat diesen Standort bevorzugt und fordern, dass VOR einer weiterführenden Planung erst ein Nachweis erbracht werden muss, dass der gesetzlich vorgeschriebene Ausgleich überhaupt leistbar ist. Ansonsten ist jede weitere Konkretisierung des Vorhabens nämlich vollkommen müßig.

Es geht nicht nur um Hochwasserschutz, es geht auch um den weiteren Flächenfraß, also den Verlust einer Auenfläche. Die Eigentumsflächen in der Saaraue die für einen Ausgleich in Frage kommen, könnte man auch ohne die beabsichtigte Ausgleichsmaßnahme ökologisch aufwerten. Immerhin ist die Stadt Eigentümerin der besagten Flächen. Unabhängig davon muss man die Stadt nicht für die Durchführung einer Ausgleichsmaßnahme auffordern, das ist Gesetz, also das muss sie tun, sonst gibt es keine Genehmigung.

Und wieder wird in die Natur eingegriffen😒nichts vom letzten Hochwasser gelernt...zum kotzen🤔😒

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3 months ago
NABU Merzig e.V.

𝐃𝐨𝐩𝐩𝐞𝐥𝐭𝐞 𝐄𝐫𝐧𝐭𝐞!

Eine Ganzpflanzen-Silage-Ernte mit dem Feldhäcksler auf dem Steinhomburger Berg "deckt den Tisch" für ein Dutzend Milane. 3 erwachsene Rotmilane und 9 Schwarzmilane (darunter 5 frisch flügge diesjährige Jungvögel) lassen sich das nicht entgehen und machen hier reiche Beute. Die Erntemaschine räumt innerhalb kürzester Zeit den kompletten Bewuchs des Ackers bis zum Boden ab und beraubt die dort lebenden Feldmäuse ihrer Deckung. Die auf diese Beute spezialisierten Milane pflücken sie beim niedrigen Suchflug hinter der Maschine einfach vom Boden ab und fressen sie zum Teil im Flug. Dabei gibt´s natürlich jede Menge akrobatischer Flugmanöver und das ein und andere Gerangel um die fetteste Beute.
Milane und andere Greifvögel wie der Mäusebussard und der Turmfalke nutzen ganz gezielt die Ernte- und Bodenbearbeitungsvorgänge der Landwirtschaft zur Nahrungssuche. Sie folgen dabei regelrecht den großen Landmaschinen durch die Landschaft. Wer diesem Spektakel zusehen möchte, braucht also nur nach Schleppern, Häckslern und Mähdreschern in Aktion Ausschau zu halten ...

Im Stadtgebiet von Merzig brüten durchschnittlich 5 - 6 Brutpaare des Rotmilans und 3 - 4 Brutpaare des Schwarzmilans pro Jahr (1).
Beide sind in Anhang I der europäischen Vogelschutzrichtlinie gelistet und unterliegen somit dem höchsten europäischen Schutzstatus. Und den Rotmilan könnte man als heimlichen Wappenvogel Deutschlands bezeichnen - Er kommt nur in Europa vor und mehr als die Hälfte der gesamten Weltpopulation brütet in Deutschland (2, 3).

Quellen:
(1) - eigene Erfassung
(2) - Richtlinie über die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten (Richtlinie 2009/147/EG)
(3) - www.rotmilan.org/steckbrief/

© M. Austgen
...

4 months ago
NABU Merzig e.V.

𝗘𝗶𝗻 𝗻𝗲𝘂𝗲𝗿 𝗚𝗿𝗮𝘂𝗿𝗲𝗶𝗵𝗲𝗿-𝗕𝗿𝘂𝘁𝗽𝗹𝗮𝘁𝘇 𝗶𝗺 𝗠𝗲𝗿𝘇𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗦𝗮𝗮𝗿𝘁𝗮𝗹

Normalerweise in Kolonien brütend hat sich hier ein Graureiher-Pärchen auf einer großen Weide in der Saaraue sein Nest gebaut und drei Junge großgezogen. Sie sind schon fast flügge, wie im Bild unschwer erkennbar ist. Vielleicht etablieren sie sich und es entsteht eine neue Brutkolonie ...

Im Gegensatz zu diesem Einblick in die Kinderstube ist ein in der Wiese oder am Wasser auf Beute lauernder Graureiher heutzutage ja ein alltäglicher Anblick. Dabei ist es noch gar nicht sooo lange her, dass es im Saarland keine Graureiher mehr gab, weil sie als "Schädlinge" und "Fischräuber" gejagt und um 1950 ausgerottet wurden. Rund 30 Jahre, bis Mitte der 1980er Jahre kam er nicht mehr als Brutvogel bei uns vor. Damals fingen die deutschlandweite Unterschutzstellung und das Jagdverbot an zu wirken, der Bestand erholte sich wieder und 1986 wurde die erste Wiederansiedlung im Saarland entdeckt. Er war in den ersten Jahren danach so selten, dass er noch inder Roten Liste von 1990 in der Kategorie 1 = vom Aussterben bedroht eingestuft wurde. Damals wurden 10 - 20 Brutpaare im Saarland geschätzt. (1)
Heute gilt er als sicher und ungefährdet - der Bestand wächst fortlaufend und liegt aktuell bei 200 - 250 Brutpaaren. (2)
Ein gutes Beispiel dafür, dass in unserer Landschaft viele schöne Tierarten leben können - wenn wir sie lassen ...

(1) Roth, N., G. Nicklaus & H. Weyers (1990): Die Vögel des Saarlandes. eine Übersicht
(2) Roth. N., R. Klein & S. Kiepsch (2020): Rote Liste und Gesamtartenliste der Brutvögel des Saarlandes. 9. Fassung
...

𝗘𝗶𝗻 𝗻𝗲𝘂𝗲𝗿 𝗚𝗿𝗮𝘂𝗿𝗲𝗶𝗵𝗲𝗿-𝗕𝗿𝘂𝘁𝗽𝗹𝗮𝘁𝘇 𝗶𝗺 𝗠𝗲𝗿𝘇𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗦𝗮𝗮𝗿𝘁𝗮𝗹

Normalerweise in Kolonien brütend hat sich hier ein Graureiher-Pärchen auf einer großen Weide in der Saaraue sein Nest gebaut und drei Junge großgezogen. Sie sind schon fast flügge, wie im Bild unschwer erkennbar ist. Vielleicht etablieren sie sich und es entsteht eine neue Brutkolonie ...
 
Im Gegensatz zu diesem Einblick in die Kinderstube ist ein in der Wiese oder am Wasser auf Beute lauernder Graureiher heutzutage ja ein alltäglicher Anblick. Dabei ist es noch gar nicht sooo lange her, dass es im Saarland keine Graureiher mehr gab, weil sie als Schädlinge und Fischräuber gejagt und um 1950 ausgerottet wurden. Rund 30 Jahre, bis Mitte der 1980er Jahre kam er nicht mehr als Brutvogel bei uns vor. Damals fingen die deutschlandweite Unterschutzstellung und das Jagdverbot an zu wirken, der Bestand erholte sich wieder und 1986 wurde die erste Wiederansiedlung im Saarland entdeckt. Er war in den ersten Jahren danach so selten, dass er noch inder Roten Liste von 1990 in der Kategorie 1 = vom Aussterben bedroht eingestuft wurde. Damals wurden 10 - 20 Brutpaare im Saarland geschätzt. (1)
Heute gilt er als sicher und ungefährdet - der Bestand wächst fortlaufend und liegt aktuell bei 200 - 250 Brutpaaren. (2)
Ein gutes Beispiel dafür, dass in unserer Landschaft viele schöne Tierarten leben können - wenn wir sie lassen ...
 
(1) Roth, N., G. Nicklaus & H. Weyers (1990): Die Vögel des Saarlandes. eine Übersicht
(2) Roth. N., R. Klein & S. Kiepsch (2020): Rote Liste und Gesamtartenliste der Brutvögel des Saarlandes. 9. FassungImage attachmentImage attachment
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Einladung zur Mitgliederversammlung 2020/2021

nachdem wir im letzten Jahr unsere Mitgliederversammlung am Tag vor unserem geplanten Treffen wegen des Corona-Lockdowns absagen mussten, wollen wir in diesem Jahr neue Wege gehen!

Der NABU Merzig e. V. möchte Dich/Sie herzlich zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung in Form einer Online-Konferenz am Freitag, den 19. März 2021 um 18:00 Uhr einladen.

Wir möchten Dir/Ihnen dabei unsere Aktivitäten der beiden vergangenen Jahre vorstellen und einen Ausblick auf das neue Jahr bieten.

Im Anschluss an den vereinsinternen Teil der Mitgliederversammlung wird Dr. Julia Michely, 1. Vorsitzende des NABU Saarland und Wildbienenspezialistin über Wildbienen und Blühflächen

Erfolgreich Wildbienen ansiedeln

und

Thomas Schneider und Nicolas Grisang, Saarländische Akademie für Artenkenntnis (SAKA), über neue Wege in der Artenkenner-Schulung referieren.

Die Artenkenner-Akademie des Saarlandes

Wir freuen uns sehr, Dich/Sie zu dieser ersten Online-Konferenz des NABU Merzig begrüßen zu können.

Aus technischen Gründen ist eine Teilnahme an der Versammlung nur nach Anmeldung möglich.

Dazu schicke/schicken Sie uns eine formlose E-Mail mit Deinem/Ihrem Namen und der Angabe, dass Du/Sie an der MV teilnehmen möchten, an:

anmeldung-mv2021@nabu-merzig.de

Danach senden wir eine Einladung zu dem „Meeting“ per E-Mail zu. Sowie eine Kurz-Anleitung zur Nutzung der Technik.

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Mitgliederversammlung 2020 und Wildbienenvortrag auf unbestimmte Zeit verschoben

Vor dem Hintergrund einer aktuellen Verfügung des Landkreises Merzig-Wadern und dessen Gemeinden im Rahmen von Maßnahmen, die zum Ziel haben, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen, hat sich der Vorstand des NABU Merzig e.V. entschlossen, die auch für Gäste öffentliche Mitgliederversammlung am Freitag, 13.03.2020 und den anschließend daran vorgesehen Vortrag auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Über einen neuen Termin werden Sie rechtzeitig informiert.

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Einladung zur Mitgliederversammlung 2020

Auf unbestimmte Zeit verschoben!

Die diesjährige Mitgliederversammlung des NABU Merzig e. V. findet am

Freitag, den 13. März 2020 um 18:00 Uhr in den Konferenzraum des Hotel/Restaurants „ROEMER“, Schankstraße 2 in Merzig statt.

Wir möchten Dir/Ihnen dabei unsere Aktivitäten des vergangenen Jahres vorstellen und einen Ausblick auf das neue Jahr bieten.
Im Anschluss an den vereinsinternen Teil der Mitgliederversammlung, ab ca.19:00 Uhr (die Veranstaltung ist ab dann öffentlich) wird Frau Dr. Julia Michely, 1. Vorsitzende des NABU Saarland und Wildbienenspezialistin über Wildbienen und Blühflächen referieren.

Erfolgreich Wildbienen ansiedeln

Wir freuen uns sehr, Dich/Sie zu dieser interessanten Veranstaltung begrüßen zu können.

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Von Händelwurz, Waldhyazinthen und Gamander

Exkursion am Freitag 19.06.2020, 17:00 Uhr Treffpunkt Parkplatz Nackberg Zur Hauptblütezeit der Orchideen bieten wir zusammen mit dem Naturpark Saar-Hunsrück und der Stadt Merzig eine Wanderung über den Nackberg bei Hilbringen an. Der Nackberg, eines der ältesten Naturschutzgebiete des Saarlandes, ist für seine artenreichen Kalk-Halbtrockenrasen mit dem Vorkommen zahlreicher Orchideen und anderer seltener Pflanzen weit … Weiterlesen

Erfolgreich Wildbienen ansiedeln

Unsere Insektenwelt leidet und benötigt dringend geeignete Lebensräume um wieder auf die Beine zu kommen. Aber wie können wir den Insekten helfen?

Blühstreifen mit heimischen Arten Wiesensalbei, Margerite, Mohn, Acker-Witwenblume und Klappertopf. Foto: Rainer Anton

Hierzu erfahren wir im Vortrag von Frau Dr. Julia Michely, dass unsere Wildbienen an spezielle Lebensräume und Nahrungspflanzen angepasst sind. Wenn man ihnen helfen möchte sich anzusiedeln, sollte man gleich mehrere wichtige Bausteine ihres Lebens betrachten. Das Nahrungsangebot verbessern und Nistmöglichkeiten und Baumaterial anbieten.

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Feierabendexkursion über den Nackberg

Von Riemenzungen, Waldhyazinthen und Kreuzblümchen. Exkursion am Freitag 24.05.2019, 18:00 Uhr Treffpunkt Parkplatz Nackberg Zur Hauptblütezeit der Orchideen bieten wir eine Wanderung über den Nackberg bei Hilbringen an. Der Nackberg, eines der ältesten Naturschutzgebiete des Saarlandes, ist für seine artenreichen Kalk-Halbtrockenrasen mit dem Vorkommen zahlreicher Orchideen und anderer seltener Pflanzen weit über die Grenzen des … Weiterlesen

Wanderung über den Nackberg am Sonntag 28.04., Beginn 9:00 Uhr

Von Grünen Spechten, Knabenkräutern und Duddeljungen Es ist schon eine gute Tradition, dass die Betreuer des NABU-Apfelsortengartens zum Saisonauftakt der Viezstraße eine Frühlingswanderung über den Nackberg anbieten. Thomas Schneider und Markus Austgen übernehmen gemeinsam die Führung und berichten allerlei Wissenswertes über die Historie und die Nutzung des Berges und stellen die Apfelsortenanlage des NABU vor. … Weiterlesen