NABU Merzig auf Facebook

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2 months ago
NABU Merzig e.V.

Bienenfresser im Kreis Merzig

Neben dem Weißstorch gibt´s auch noch eine weitere neue Brutvogelart in unserer Landschaft – den Bienenfresser.
Im Saarland mehren sich seit 5-6 Jahren die Brutzeitbeobachtungen (ab Ende Mai bis weit in den Juli) dieser so hübschen bunten Vögel, die ihren Namen bekommen haben, weil sie am liebsten größere Insekten im Flug fangen. Der so exotisch anmutende, bunt schillernde Vogel
Im Bliestal im Kreis Homburg wurden die ersten „Saarländer“ festgestellt. Im Oberrheintal (Pfalz und Kaiserstuhl) siedeln sie schon seit dem Ende des letzten Jahrhunderts und haben sich in den letzten 10-20 dort Jahren stark vermehrt. Da lag es nahe, dass sie sich auch die für sie geeigneten Landschaften im Saarland erschließen. Die aus dem Atlas deutscher Brutvogelarten abfotografierte Karte zeigt den gesamtdeutschen Bestand um 2010.
Und 2020 war es dann so weit, dass sie im Kreis Merzig erstmals als Brutvögel auftauchten. Eine Kolonie mit 5 Brutpaaren wurde gefunden. An diesem Ort brüteten auch 2021 wieder mindestens 2 Brutpaare, die auf den Fotos zu sehen sind. Der Brutplatz wird noch geheim gehalten, um einem –nur allzu verständlichen– Besucherstrom dorthin zu vermeiden. Am Brutplatz ist die Art sehr störempfindlich. Die hier gezeigten Fotos wurden Ende Juni 2021 aus sicherer Entfernung aufgenommen.
Wer von euch jetzt diesen Platz vielleicht schon kennt, behalte ihn bitte für sich!
Wenn sich die hübschen bunten Vögel, die als Gewinner des Klimawandels gelten, hier bei uns etabliert haben und häufiger vorkommen, wird man sie sicher regelmäßig zu Gesicht bekommen …
Fotos © M. Austgen
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2 months ago
NABU Merzig e.V.

Stichwort Biodiversität – Sortenvielfalt in unserem Apfelsortengarten

Streuobstwiesen sind mit die artenreichsten Lebensräume in unserer Kulturlandschaft. Hier treffen Pflanzen und Tiere aus Wald und Offenland aufeinander. Neben dieser natürlichen Vielfalt findet sich auch ein kultureller Schatz darin: eine große Vielfalt an Früchten, die es wert sind, erhalten zu werden.

Wir haben in unserem Apfelsortengarten am Nackberg 220 Bäume mit aktuell 102 Apfelsorten stehen. Die Anlage wurde Anfang der 2000er Jahre angepflanzt. Die jungen Bäume sind zwischenzeitlich im Ertragsstadium angekommen und nach einer ersten Überprüfung des Sorteninventars im Jahr 2015 haben wir in diesem Jahr erneut eine Sortenbestimmung mit dem Pomologen Hans-Thomas Bosch durchgeführt.

120 Fruchtproben konnten wir Anfang Oktober sammeln. Dabei wurden von jedem Baum, an dem Äpfel hingen, eine Handvoll repräsentativer Früchte gepflückt und eingetütet. Jede Fruchtprobe wurde mit den Koordinaten des Baums in der Anlage beschriftet, um eine eindeutige Standortzuweisung zu gewährleisten. Anschließend wurden die Äpfel bis zur Bestimmung Anfang November in einer kühlen, luftigen Scheune gelagert.

Die Bestimmung erfolgte in unserer Zentrale im Vereinshaus in Hilbringen. Für rund zweidrittel aller Sorten, die beim Aufbau der Anlage gepflanzt wurden, haben wir damit eine sichere Bestätigung erhalten – so dass wir nun über Winter an die Herstellung der Namensschilder für diese Bäume gehen können.

Und im Oktober 2022 werden wir die Sortenbestimmung fortführen – dann mit einer öffentlichen Veranstaltung, zu der Interessierte mit ihren eigenen Äpfeln zur Bestimmung kommen können. Ihr seid herzlich eingeladen!
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Tolle Idee. Wie wird für diese Veranstaltung informiert?

2 months ago
NABU Merzig e.V.

neue Steinkauz-Wohnung de luxe am Nackberg ... 🦉 ... See MoreSee Less

3 months ago
NABU Merzig e.V.

Stellungnahme des NABU zum neu geplanten Bauhof

Die Stadt Merzig braucht einen neuen Bauhof.
Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 14.10.2021 beschlossen, diesen in Hilbringen neben der CEB anzusiedeln.

Die dafür vorgesehene Fläche ist Bestandteil des gesetzlich festgesetzten Überschwemmungsgebietes der Saar - siehe Luftbildausschnitt.
Bei einem 100-jährigen Hochwasser steht die Fläche bis zu 1 m tief unter Wasser.
Bei einem extremen Hochwasser sind es sogar bis zu 2 m.
Das Luftbild zeigt die Situation bei einem 100-jährigen Hochwasser - es stammt aus dem Geoportal des Saarlandes, in dem diese Informationen für jeden frei zugänglich abrufbar sind. ( geoportal.saarland.de/mapbender/frames/index.php?lang=de&gui_id=Geoportal-SL-2020&WMC=3013 )

Um an dieser Stelle den Bauhof zu bauen, muss das Gelände vorher hochwassersicher gemacht werden, d. h. entsprechend hoch aufgeschüttet werden.
Dabei geht auf der rund 1,55 ha großen Fläche ein Hochwasser-Stauraum-Volumen in der Größenordnung von ca. 20.000 bis 25.000 Kubikmeter verloren. Der Fachbegriff dafür heißt Retentionsraum.

Der NABU Merzig e. V. fordert die Stadt Merzig auf, vor weiteren konkreten Planungschritten hierzu ein Konzept zu erstellen, wo und in welcher Form sie diesen Verlust an Retentionsraum für die Saar komplett ausgleichen kann.
Der Retentionsraum-Ausgleich muss zwingend vor dem Beginn der Arbeiten zum Bauhof fertig gestellt sein.
Sollte dies nicht möglich sein, muss die Stadt auf diesen Standort für den Bauhof verzichten!

Falls es gelingt, ausreichend große Flächen dafür in der Merziger Saaraue zu finden, sollten diese so hergerichtert werden, dass damit zugleich neue Lebensräume für Flora und Fauna der Flussauen geschaffen werden.
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Stellungnahme des NABU zum neu geplanten Bauhof
 
Die Stadt Merzig braucht einen neuen Bauhof.
Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 14.10.2021 beschlossen, diesen in Hilbringen neben der CEB anzusiedeln.
 
Die dafür vorgesehene Fläche ist Bestandteil des gesetzlich festgesetzten Überschwemmungsgebietes der Saar - siehe Luftbildausschnitt.
Bei einem 100-jährigen Hochwasser steht die Fläche bis zu 1 m tief unter Wasser.
Bei einem extremen Hochwasser sind es sogar bis zu 2 m.
Das Luftbild zeigt die Situation bei einem 100-jährigen Hochwasser - es stammt aus dem Geoportal des Saarlandes, in dem diese Informationen für jeden frei zugänglich abrufbar sind. ( https://geoportal.saarland.de/mapbender/frames/index.php?lang=de&gui_id=Geoportal-SL-2020&WMC=3013 )
 
Um an dieser Stelle den Bauhof zu bauen, muss das Gelände vorher hochwassersicher gemacht werden, d. h. entsprechend hoch aufgeschüttet werden.
Dabei geht auf der rund 1,55 ha großen Fläche ein Hochwasser-Stauraum-Volumen in der Größenordnung von ca. 20.000 bis 25.000 Kubikmeter verloren. Der Fachbegriff dafür heißt Retentionsraum.
 
Der NABU Merzig e. V. fordert die Stadt Merzig auf, vor weiteren konkreten Planungschritten hierzu ein Konzept zu erstellen, wo und in welcher Form sie diesen Verlust an Retentionsraum für die Saar komplett ausgleichen kann.
Der Retentionsraum-Ausgleich muss zwingend vor dem Beginn der Arbeiten zum Bauhof fertig gestellt sein.
Sollte dies nicht möglich sein, muss die Stadt auf diesen Standort für den Bauhof verzichten!
 
Falls es gelingt, ausreichend große Flächen dafür in der Merziger Saaraue zu finden, sollten diese so hergerichtert werden, dass damit zugleich neue Lebensräume für Flora und Fauna der Flussauen geschaffen werden.

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Ergänzende Klarstellung: Entgegen der Behauptung des Kommentators Klaus Borger befürwortet der NABU Merzig die Ansiedlung des Bauhofs in der Saaraue nicht. Wir nehmen lediglich zur Kenntnis, dass der Rat diesen Standort bevorzugt und fordern, dass VOR einer weiterführenden Planung erst ein Nachweis erbracht werden muss, dass der gesetzlich vorgeschriebene Ausgleich überhaupt leistbar ist. Ansonsten ist jede weitere Konkretisierung des Vorhabens nämlich vollkommen müßig.

Und wieder wird in die Natur eingegriffen😒nichts vom letzten Hochwasser gelernt...zum kotzen🤔😒

Es geht nicht nur um Hochwasserschutz, es geht auch um den weiteren Flächenfraß, also den Verlust einer Auenfläche. Die Eigentumsflächen in der Saaraue die für einen Ausgleich in Frage kommen, könnte man auch ohne die beabsichtigte Ausgleichsmaßnahme ökologisch aufwerten. Immerhin ist die Stadt Eigentümerin der besagten Flächen. Unabhängig davon muss man die Stadt nicht für die Durchführung einer Ausgleichsmaßnahme auffordern, das ist Gesetz, also das muss sie tun, sonst gibt es keine Genehmigung.

Entgegen der Behauptung des NABU Merzig, hat der Kommentator Klaus Borger nicht behauptet der NABU Merzig würde den vorgesehenen Standort des Baubetriebshofes begrüßen. Vielmehr ist es so, dass der NABU Merzig nicht gegen den Standort im Überschwemmungsgebiet ist und offensichtlich auch kein Problem mit einer weiteren Versiegelung der Landschaft mit Verlust von Auenfläche hat, wenn eine Ausgleichsmaßnahme erfolgt. Nicht zu vergessen war der NABU Merzig auch für die großflächige Auskiesung zwischen Querspange und Kiesweihergebiet (das zum Thema Auenschutz).

7 months ago
NABU Merzig e.V.

𝐃𝐨𝐩𝐩𝐞𝐥𝐭𝐞 𝐄𝐫𝐧𝐭𝐞!

Eine Ganzpflanzen-Silage-Ernte mit dem Feldhäcksler auf dem Steinhomburger Berg "deckt den Tisch" für ein Dutzend Milane. 3 erwachsene Rotmilane und 9 Schwarzmilane (darunter 5 frisch flügge diesjährige Jungvögel) lassen sich das nicht entgehen und machen hier reiche Beute. Die Erntemaschine räumt innerhalb kürzester Zeit den kompletten Bewuchs des Ackers bis zum Boden ab und beraubt die dort lebenden Feldmäuse ihrer Deckung. Die auf diese Beute spezialisierten Milane pflücken sie beim niedrigen Suchflug hinter der Maschine einfach vom Boden ab und fressen sie zum Teil im Flug. Dabei gibt´s natürlich jede Menge akrobatischer Flugmanöver und das ein und andere Gerangel um die fetteste Beute.
Milane und andere Greifvögel wie der Mäusebussard und der Turmfalke nutzen ganz gezielt die Ernte- und Bodenbearbeitungsvorgänge der Landwirtschaft zur Nahrungssuche. Sie folgen dabei regelrecht den großen Landmaschinen durch die Landschaft. Wer diesem Spektakel zusehen möchte, braucht also nur nach Schleppern, Häckslern und Mähdreschern in Aktion Ausschau zu halten ...

Im Stadtgebiet von Merzig brüten durchschnittlich 5 - 6 Brutpaare des Rotmilans und 3 - 4 Brutpaare des Schwarzmilans pro Jahr (1).
Beide sind in Anhang I der europäischen Vogelschutzrichtlinie gelistet und unterliegen somit dem höchsten europäischen Schutzstatus. Und den Rotmilan könnte man als heimlichen Wappenvogel Deutschlands bezeichnen - Er kommt nur in Europa vor und mehr als die Hälfte der gesamten Weltpopulation brütet in Deutschland (2, 3).

Quellen:
(1) - eigene Erfassung
(2) - Richtlinie über die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten (Richtlinie 2009/147/EG)
(3) - www.rotmilan.org/steckbrief/

© M. Austgen
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