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2 months ago
NABU Merzig e.V.

𝐃𝐨𝐩𝐩𝐞𝐥𝐭𝐞 𝐄𝐫𝐧𝐭𝐞!

Eine Ganzpflanzen-Silage-Ernte mit dem Feldhäcksler auf dem Steinhomburger Berg "deckt den Tisch" für ein Dutzend Milane. 3 erwachsene Rotmilane und 9 Schwarzmilane (darunter 5 frisch flügge diesjährige Jungvögel) lassen sich das nicht entgehen und machen hier reiche Beute. Die Erntemaschine räumt innerhalb kürzester Zeit den kompletten Bewuchs des Ackers bis zum Boden ab und beraubt die dort lebenden Feldmäuse ihrer Deckung. Die auf diese Beute spezialisierten Milane pflücken sie beim niedrigen Suchflug hinter der Maschine einfach vom Boden ab und fressen sie zum Teil im Flug. Dabei gibt´s natürlich jede Menge akrobatischer Flugmanöver und das ein und andere Gerangel um die fetteste Beute.
Milane und andere Greifvögel wie der Mäusebussard und der Turmfalke nutzen ganz gezielt die Ernte- und Bodenbearbeitungsvorgänge der Landwirtschaft zur Nahrungssuche. Sie folgen dabei regelrecht den großen Landmaschinen durch die Landschaft. Wer diesem Spektakel zusehen möchte, braucht also nur nach Schleppern, Häckslern und Mähdreschern in Aktion Ausschau zu halten ...

Im Stadtgebiet von Merzig brüten durchschnittlich 5 - 6 Brutpaare des Rotmilans und 3 - 4 Brutpaare des Schwarzmilans pro Jahr (1).
Beide sind in Anhang I der europäischen Vogelschutzrichtlinie gelistet und unterliegen somit dem höchsten europäischen Schutzstatus. Und den Rotmilan könnte man als heimlichen Wappenvogel Deutschlands bezeichnen - Er kommt nur in Europa vor und mehr als die Hälfte der gesamten Weltpopulation brütet in Deutschland (2, 3).

Quellen:
(1) - eigene Erfassung
(2) - Richtlinie über die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten (Richtlinie 2009/147/EG)
(3) - www.rotmilan.org/steckbrief/

© M. Austgen
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3 months ago
NABU Merzig e.V.

𝗘𝗶𝗻 𝗻𝗲𝘂𝗲𝗿 𝗚𝗿𝗮𝘂𝗿𝗲𝗶𝗵𝗲𝗿-𝗕𝗿𝘂𝘁𝗽𝗹𝗮𝘁𝘇 𝗶𝗺 𝗠𝗲𝗿𝘇𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗦𝗮𝗮𝗿𝘁𝗮𝗹

Normalerweise in Kolonien brütend hat sich hier ein Graureiher-Pärchen auf einer großen Weide in der Saaraue sein Nest gebaut und drei Junge großgezogen. Sie sind schon fast flügge, wie im Bild unschwer erkennbar ist. Vielleicht etablieren sie sich und es entsteht eine neue Brutkolonie ...

Im Gegensatz zu diesem Einblick in die Kinderstube ist ein in der Wiese oder am Wasser auf Beute lauernder Graureiher heutzutage ja ein alltäglicher Anblick. Dabei ist es noch gar nicht sooo lange her, dass es im Saarland keine Graureiher mehr gab, weil sie als "Schädlinge" und "Fischräuber" gejagt und um 1950 ausgerottet wurden. Rund 30 Jahre, bis Mitte der 1980er Jahre kam er nicht mehr als Brutvogel bei uns vor. Damals fingen die deutschlandweite Unterschutzstellung und das Jagdverbot an zu wirken, der Bestand erholte sich wieder und 1986 wurde die erste Wiederansiedlung im Saarland entdeckt. Er war in den ersten Jahren danach so selten, dass er noch inder Roten Liste von 1990 in der Kategorie 1 = vom Aussterben bedroht eingestuft wurde. Damals wurden 10 - 20 Brutpaare im Saarland geschätzt. (1)
Heute gilt er als sicher und ungefährdet - der Bestand wächst fortlaufend und liegt aktuell bei 200 - 250 Brutpaaren. (2)
Ein gutes Beispiel dafür, dass in unserer Landschaft viele schöne Tierarten leben können - wenn wir sie lassen ...

(1) Roth, N., G. Nicklaus & H. Weyers (1990): Die Vögel des Saarlandes. eine Übersicht
(2) Roth. N., R. Klein & S. Kiepsch (2020): Rote Liste und Gesamtartenliste der Brutvögel des Saarlandes. 9. Fassung
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𝗘𝗶𝗻 𝗻𝗲𝘂𝗲𝗿 𝗚𝗿𝗮𝘂𝗿𝗲𝗶𝗵𝗲𝗿-𝗕𝗿𝘂𝘁𝗽𝗹𝗮𝘁𝘇 𝗶𝗺 𝗠𝗲𝗿𝘇𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗦𝗮𝗮𝗿𝘁𝗮𝗹

Normalerweise in Kolonien brütend hat sich hier ein Graureiher-Pärchen auf einer großen Weide in der Saaraue sein Nest gebaut und drei Junge großgezogen. Sie sind schon fast flügge, wie im Bild unschwer erkennbar ist. Vielleicht etablieren sie sich und es entsteht eine neue Brutkolonie ...
 
Im Gegensatz zu diesem Einblick in die Kinderstube ist ein in der Wiese oder am Wasser auf Beute lauernder Graureiher heutzutage ja ein alltäglicher Anblick. Dabei ist es noch gar nicht sooo lange her, dass es im Saarland keine Graureiher mehr gab, weil sie als Schädlinge und Fischräuber gejagt und um 1950 ausgerottet wurden. Rund 30 Jahre, bis Mitte der 1980er Jahre kam er nicht mehr als Brutvogel bei uns vor. Damals fingen die deutschlandweite Unterschutzstellung und das Jagdverbot an zu wirken, der Bestand erholte sich wieder und 1986 wurde die erste Wiederansiedlung im Saarland entdeckt. Er war in den ersten Jahren danach so selten, dass er noch inder Roten Liste von 1990 in der Kategorie 1 = vom Aussterben bedroht eingestuft wurde. Damals wurden 10 - 20 Brutpaare im Saarland geschätzt. (1)
Heute gilt er als sicher und ungefährdet - der Bestand wächst fortlaufend und liegt aktuell bei 200 - 250 Brutpaaren. (2)
Ein gutes Beispiel dafür, dass in unserer Landschaft viele schöne Tierarten leben können - wenn wir sie lassen ...
 
(1) Roth, N., G. Nicklaus & H. Weyers (1990): Die Vögel des Saarlandes. eine Übersicht
(2) Roth. N., R. Klein & S. Kiepsch (2020): Rote Liste und Gesamtartenliste der Brutvögel des Saarlandes. 9. FassungImage attachmentImage attachment
3 months ago
NABU Merzig e.V.

𝗕𝗲𝗿𝗶𝗻𝗴𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗰𝗵𝘄𝗲𝗺𝗹𝗶𝗻𝗴𝗲𝗿 𝗝𝘂𝗻𝗴𝘀𝘁ö𝗿𝗰𝗵𝗲🐥🐣🐥

Heute wurden die Jungstörche, die vor Kurzem in Schwemlingen geschlüpft sind, beringt. Jörg Conrath hatte eine entsprechend lange Leiter vom Merziger Bauhof mitgebracht und übernahm als Kletter-Profi den Aufstieg zum Horst. Die drei jungen Störche wurden in einem großen Beutel abgeseilt und am Boden von Rolf Klein beringt.
Das wird aus wissenschaftlichen Gründen gemacht, um Erkenntnisse über ihre Zugwege und ihr weiteres Leben zu gewinnen.
Nach einer knappen halben Stunde war der Spuk für die Kleinen vorbei und die Eltern kamen sogleich wieder mit Futter herbeigeflogen.
Der Merziger Bürgermeister Markus Marcus Hoffeld half beim Sichern der Leiter mit und versprach uns seine Hilfe für die Aufstellung weiterer Nisthilfen und biotopverbessernder Maßnahmen - damit die Weißstörche sich bei uns fest ansiedeln können.
Eine gelungene Aktion!🙂👏
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𝗕𝗲𝗿𝗶𝗻𝗴𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗰𝗵𝘄𝗲𝗺𝗹𝗶𝗻𝗴𝗲𝗿 𝗝𝘂𝗻𝗴𝘀𝘁ö𝗿𝗰𝗵𝗲🐥🐣🐥

Heute wurden die Jungstörche, die vor Kurzem in Schwemlingen geschlüpft sind, beringt. Jörg Conrath hatte eine entsprechend lange Leiter vom Merziger Bauhof mitgebracht und übernahm als Kletter-Profi den Aufstieg zum Horst. Die drei jungen Störche wurden in einem großen Beutel abgeseilt und am Boden von Rolf Klein beringt.
Das wird aus wissenschaftlichen Gründen gemacht, um Erkenntnisse über ihre Zugwege und ihr weiteres Leben zu gewinnen.
Nach einer knappen halben Stunde war der Spuk für die Kleinen vorbei und die Eltern kamen sogleich wieder mit Futter herbeigeflogen.
Der Merziger Bürgermeister Markus Marcus Hoffeld half beim Sichern der Leiter mit und versprach uns seine Hilfe für die Aufstellung weiterer Nisthilfen und biotopverbessernder Maßnahmen - damit die Weißstörche sich bei uns fest ansiedeln können.
Eine gelungene Aktion!🙂👏Image attachmentImage attachment

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Ich habe die Störche immer beobachtet und Fotos von der Paarung bis zu den Jungen gemacht. Ich würde mich freuen wenn sie jedes Jahr wieder kämen. Schade das man keine Bilder hier einstellen kann.

Glückwunsch aus Wadern,wir haben Zwei Silberreiherpärchen bei uns auf den Wiesen.

Ich finde das großartig und freue mich sehr, dass sie die Nisthilfe angenommen haben. Ich habe sie auch schon beobachtet und fotografiert. Hoffentlich halten sich die "Ruhestörer" fern!!!

In Ostfriesland gibt es Nester mit Web Cam

Es geschehen noch Zeichen und Wunder 👍👍👍👍👍

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